Ayurvedisches Kirschenmarmelade – geht das?

Ich habe ganz viele Kirschen bekommen. So richtig gute Hauskirschen, somit nie gespritzt und absolut biologisch. Der Nebeneffekt dabei ist, dass sie natürlich nicht lange halten. Also müssen sie verarbeitet werden. Aber in was?

Kirschkuchen – erledigt, aber einer reicht

Kompott kommt nicht in Frage, dass ist bei uns einfach keiner.

Paketieren und einfrieren für Kuchen, gute Idee, aber das funktioniert nicht bei mir. Bin keine all zu gute Einfriermeisterin.

Ein Kirsch Chutney bietet sich an.

Kirschmarmelade – Kirschkonfitüre JA das soll es werden.

Aber ich möchte mir jetzt treu bleiben und nun stellt sich die Frage, wie macht man eine Marmelade ayurvedisch.

Dabei sind ein paar Grundsätze zu beachten.

Es gilt ein absolutes Verbot für irgendwelche künstlichen Lebensmittel, daher scheidet die Zitronensäure und der Gelierzucker aus – zu viele Zusatzstoffe.

Für den Zucker ist Ersatz zu finden, da man Honig nicht kochen soll, er verliert alle seine guten Eigenschaften, empfiehlt es sich den ayurvedischen Shakara Zucker zu verwenden. Dieser ist nicht gebleicht, basisch und enthält keine Säuremittel.

Eine schöne Alternative könnte auch der Tala Shakara Zucker sein, dieser ist bräunlich und hat ein wunderbares Karamell Aroma. Das unterstützt den Geschmack der Kirschen.

Die Zitrone, der Saft der Zitrone ist ein perfekter Ersatz für die künstliche Zitronensäure. Und was hier noch dazu kommt ist, dass der Geschmack viel feiner und natürlicher schmeckt. Die Aufgabe der Zitrone ist es zu kühlen und zu konservieren.

Aber was verwende ich anstatt des Gelierzuckers. Da bietet sich das rein pflanzliche Geliermittel Agar Agar an. Es funktioniert wie die wohlbekannte Gelatine.

Es gibt aber noch eine andere spannende Möglichkeit. Man kann das Gelieren auch mit indischem Flohsamen oder Chia Samen zusammen bringen. Der Vorteil ist, es ist ein absolut natürliches Geliermittel und es regt auch noch die Verdauung an. Ich habe mich für den Chia Samen entschieden, da mir die Konsistenz gegenüber dem Flohsamen einfach lieber ist.

Und im Ayurveda dürfen niemals Gewürze fehlen. Der Ingwer ist heiß und unser Agni, unser Verdauungsfeuer an. Der Koriander kühlt und ist ebenso für unsere Verdauung hilfreich. Wer es ganz besonders feurig mag kann gerne noch ein bisschen mir Chili experimentieren.

dav

Das Rezept:

Ayurvedische Kirschenmarmelade mit Chia

von  Tanja Pinter

  • 1 kg Kirschen (gewaschen und entkernt)
  • 300 gr. Shakara Zucker
  • Saft von min. 2 Zitronen (nach Geschmack mehr)
  • 3 EL frischen gehackten Ingwer
  • 3 TL Koriander gemahlen
  • 10 EL Chia Samen

 

Zubereitung:

Die Kirschen mit dem Zucker zum Kochen bringen. Den Ingwer und den Koriander dazugeben und mit kochen. Nach ca. 5 – 7 Minuten des Kochens (die Zählung beginnt, wenn alle Kirschen kochen) den Zitronensaft dazugeben. Einmal kurz aufkochen lassen.

Mit dem Mixstab die Masse fein pürieren. (Ich mag es lieber fein, man kann natürlich auch Stücke lassen)

Danach in die feine Masse den Chiasamen geben und noch ein bisschen köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Gläser herrichten. Die Gläser einfach im Geschirrspüler waschen. Die Deckel müssen heiß sein, dass sich der Gummi an das Glas schmiegt.

Ich gebe sie immer in heißes Wasser, das reicht eigentlich.

Die heiße Masse in die Gläser abfüllen und sofort ordentlich verschrauben. Bei neuen Deckeln ist man fertig. Es ist kein Umdrehen oder sonstiges notwendig.

Abkühlen lassen und genießen.

Wichtig ist, dass ihr kostet. Die Rezeptangaben der Gewürze sind am unteren Limit, wer mehr mag, einfach rein damit. Hier geht es natürlich viel um euren Geschmack also einfach trauen!

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken….wir genießen schon 🙂

 

nor

 

 

Zucker mein größter Feind

Mein größter Feind ist der Zucker. Ich liebe und ich hasse ihn! Wie sagt man so schön eine Hassliebe!!!

Tanja meint immer, der Zucker ist kein Feind sondern nur der viele Zucker und der weiße Zucker! Es ist besser Zucker, wie den ayurvedischen Tala Shakara zu sich zu nehmen und das Süße auch richtig echt zu erleben als immer nur halbherzig um dann in einem Anfall zu enden.

Ganz ehrlich die ayurvedischen Zuckerarten schmecken richtig gut! Aber so ein Keks mit Schokostücken auch!

Ich bin in dieser Hinsicht richtig gehend abhängig und das schlimme ist, dass ich von natürlichen Zucker, den man zum Beispiel im Obst findet, nicht befriedigt werde. Ich genieße es, gerade jetzt in der Kirschen und Erdbeersaison, es schmeckt mir aber diese süße Dröhnung ist es nicht. Dieses absolut viel zu Süße, ein Süß das man eigentlich nicht braucht, dass aber den ganzen Körper einnimmt. Das mir das Gefühl von Leben gibt.

Das klingt fast so als wäre ich abhängig. Und ja ich glaube, dass bin ich auch! Und jetzt muss ich mich Schritt um Schritt der Droge Zucker entziehen ohne das sie mich wieder einholt und weiter und weiter zerstört.

Ich muss mit ihr einen Pakt schließen, der es dem Genuss ermöglicht und der Sucht verbietet.

Ich habe schon Monate lang komplett Zuckerfrei gelebt. Das war gar nicht so schwer aber irgendwann ist es aus und dann kam er noch wilder zurück.

Also die Null Variante wird es nicht sein, oder besser nicht auf Dauer.

Die Theorie im Ayurveda ist, wenn du in deiner Mahlzeit alle 6 Geschmacksrichtungen vereinst, dann ist dein Gusto nicht so groß. Und das ist nicht nur Theorie sondern auch Praxis.

Aber es gibt einen Hacken. Die Gewohnheit der Nachspeise ist tief in mir verankert. Daher auch die Lust danach, wenn ich aber diesen Moment übergehe und meinen Geschmack befrage, dann kann ich die Gewohnheit überlisten. Das schaffe ich immer öfter und das ist gut so!