Nachhaltig, saisonal und regional ein wichtiger Aspekt des Ayurveda

Das man im Ayurveda nur indisches Essen isst, das scheint nur auf den ersten Blick so. Ja, die Lehre kommt aus Indien und natürlich sind die Lehren mit indischen Gewürzen und indischen Rezepten verbunden. Und wenn ich es mir leicht machen will, dann geh ich in einen asiatischen Shop kaufe ein und koche stupide darauf los.

Aber wenn ich das mache, dann habe ich auf einen wichtigen Aspekt der ayurvedischen Lehre vergessen. Im Ayurveda heißt es, dass ich mit meiner Umwelt Freund werden und die Nahrung aus dieser beziehen soll. Denn mein Körper und mein Geist sind mit dieser Kultur verbunden.

Und nun kommt ein Ernährungskonzept ins Spiel, dass ich sehr genieße.

NACHHALTIG – SAISONAL – REGIONAL

Ich liebe es bei mir zu Hause einkaufen zu gehen. Ich habe einen Gemüsebauern, einen Direktvermarkter für Fleisch, Milch, Joghurt und Käse direkt ab Hof und so weiter. Und ja, ich verzichte auf die Bequemlichkeit des Supermarktes alles auf einmal zu bekommen.

Ich denke das gelebte Nachhaltigkeit nicht nur in der Produktion sondern auch bei mir als Kundin beginnt. Nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltige Bewirtschaftung hat nur eine Chance, wenn auch die KundInnen bereit sind, etwas dafür zu tun.

Saisonal zu Kochen schärft den Gaumen. Da kann unser Transportwesen noch so gut funktionieren aber eine Kartoffel direkt vom Bauern frisch geerntet schmeckt himmlisch und die ägyptischen Frühkartoffel einfach nur leer. Ich erspare meinem Körper so viel und er ist ja auch saisonal gepolt und so passt die Ernährung mit mir spielerisch zusammen.

Regional bedeutet für mich viel. Erstens sehr kurze Tarnsportwege, regional heißt immer saisonal und fördert die nachhaltige Landwirtschaft und die Betriebe in meiner Umgebung.

Wie bringe ich nun das Ayurveda ins Spiel. Alle Lebensmittel egal ob aus Indien oder der Steiermark können den 6 Geschmacksrichtungen zugeordnet werden. Ich kann genauso ein steirische Krautfleckerl ayurvedisch kochen und regionale und saisonale Zutaten verwenden.

Und wenn ich mit Ayurveda abnehmen will dann nehme ich Lebensmittel mit den Richtungen scharf, bitter und herb. Diese sind Kapha reduzierend. Übergewicht ist immer ein Kapha- Ungleichgewicht.

Aktuell gibt es frische Zwiebeln und Radieschen für den Bereich scharf.

Für bitter wächst und gedeiht der Basilikum, Thymian und der Krauthäupl Salat.

Frische Paprika, Spargel und Stangensellerie bieten sich für herb an.

Also ich habe immer eine Wahl!

 

Essenspausen 5 – 5 – 12

Das wichtigste beim Abnehmen ist ein guter Stoffwechsel. Wenn die Verdauung funktioniert, dann nimmst du ab.

Um die Verdauung anzukurbeln sind Essenspausen notwendig. Es ist davon auszugehen, dass die Nahrung innerhalb von 4 bis 5 Stunden zur Gänze verdaut wird. Das bedeutet, wenn ich mein Frühstück zu mir nehme und erst 4 bis 5 Stunden später mein Mittagessen genieße, dann beginne ich das Mittagsmahl mit einem leeren Bauch. Die Verdauung konnte in Ruhe ihr Arbeit tun und es gibt keine Überlappungen, keine Gehrungen und keine Verwirrungen.

Bin ich aber dazwischen hungrig so ist es möglich frisches Obst zu essen. Hier braucht die Verdauung nur 1 Stunde. Ebenso ist es mit dem Essen vom Salat. Dieser soll am Besten zu Mittag – bestes Verdauungsfeuer Agni am Tag – genossen werden, aber immer erst im nachhinein. Der Salat ist schneller und kann so die Verdauung des normalen Essens nicht stören.

Wenn wir hier von Essenspausen sprechen, so reden wir nicht von intermittierenden Fasten. Wir fasten nicht sondern wir geben der Verdauung Zeit.

Unsere Pausen sind vom Frühstück zum Mittagessen 5 Stunden, vom Mittagessen bis zum Abendessen 5 Stunden und vom Abendessen bis zum Frühstück mindestens 12 Stunden.

Diese 12 Stunden, reinigen, bauen ab und regeln auch unseren Hormonhaushalt.

Am leichtesten geht es, wenn man in einen Rhythmus kommt. Zum Beispiel 08.00 Uhr Frühstück, 13:00 Uhr Mittagessen und 18:00 Abendessen.

Dann ist genug Pause zum Frühstück – also es gibt einigen Spielraum und ermöglicht so auch Unvorhergesehenes.

Finde deinen Rhythmus und los geht’s!

Meinen Körper in Balance bringen

Nicht jede Zeit im Leben ist einfach. Ich bin in den letzten Tagen und eigentlich Wochen unter einem enormen Druck gestanden. Ich war in einer Lebenssituation, die man aus außergewöhnlich oder noch besser als an der Grenze des Erträglichen zu bezeichnen war.

Wie jede und jeder von sich selber weiß, bekommt man es in dieser Zeit gar nicht so genau mit, dass alles im Stress ist. Das einzige, dass ich beobachten konnte war, dass mein Körper nicht so mitgespielt hat. Meine Verdauung war mies, trotz aller Hilfsmittel, die Kopfschmerzen sind wieder gekommen und das furchtbarste überhaupt, mein Körper hat auf Schutz ein gestellt. Er hat alles was ich zu mir genommen habe gehortet. So als ob er sich auf einen Hungersnot, auf einen Krieg einstellen müsste.

Am Montag war dann für mich das Grande Finale. Ich konnte das Kapitel in meinem Leben für mich zufriedenstellend abschließen. Und noch mehr. Ich konnte alte Verhaltensweisen in Neue umkehren und mich dabei sicher und glücklich fühlen.

Ich war zwar den ganzen Montag etwas über gedreht aber all die Vorwürfe, der Zweifel an mir selbst, der mich so lange im Leben begleitet hat, waren wie verfolgen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin.

Und nach dieser außergewöhnlichen Zeit, die vor allem meinen Körper und meine Energie so durcheinander gewürfelt hat, habe ich gestern eine grenzgeniale Visionäre Craniosakralarbeit bei Robert Barlowitsch gehabt.

Craniosacrale Therapie ist eine Körpertherapie, die vor allem vom Hände auflegen lebt. Sie ist ganz fein und die Bewegungen minimal. Vor Beginn einer Sitzung wird immer das Thema und der Wunsch geklärt. Eine guter Therapeut, so wie Robert einer ist, weiß dann welche Zentren im Körper er behandeln muss. Um so besser der Therapeut, die Therapeutin um so vielfältiger werden die Griffe und die Abläufe sein. Ich hatte in den letzten 2 Jahren keine einzige Sitzung, die gleich gewesen wäre.

Gestern haben wir uns auf das Thema Balance finden geeinigt. Zu Beginn der Therapie, es war die Arbeit mit den Füßen, war ich so haltlos, hatte keinen Grund, dass es mich innerlich so gedreht hatte, dass ich fast von der Liege gefallen wäre. Natürlich nur in der inneren Wahrnehmung. Dann eine intensive Arbeit mit meinem Kopf und dann wieder zurück zu den Füßen. Und obwohl mir noch schwindelig war, stand ich plötzlich fest am Boden.

Und heute? Der Montag noch weiter vergessen, mein Körper klar und gerade und meine Verwurzelung tief spürbar. Ich fühle mich wie neu geboren aber nicht wie ein Baby sondern eine erwachsene Frau. Yeah!

Zucker mein größter Feind

Mein größter Feind ist der Zucker. Ich liebe und ich hasse ihn! Wie sagt man so schön eine Hassliebe!!!

Tanja meint immer, der Zucker ist kein Feind sondern nur der viele Zucker und der weiße Zucker! Es ist besser Zucker, wie den ayurvedischen Tala Shakara zu sich zu nehmen und das Süße auch richtig echt zu erleben als immer nur halbherzig um dann in einem Anfall zu enden.

Ganz ehrlich die ayurvedischen Zuckerarten schmecken richtig gut! Aber so ein Keks mit Schokostücken auch!

Ich bin in dieser Hinsicht richtig gehend abhängig und das schlimme ist, dass ich von natürlichen Zucker, den man zum Beispiel im Obst findet, nicht befriedigt werde. Ich genieße es, gerade jetzt in der Kirschen und Erdbeersaison, es schmeckt mir aber diese süße Dröhnung ist es nicht. Dieses absolut viel zu Süße, ein Süß das man eigentlich nicht braucht, dass aber den ganzen Körper einnimmt. Das mir das Gefühl von Leben gibt.

Das klingt fast so als wäre ich abhängig. Und ja ich glaube, dass bin ich auch! Und jetzt muss ich mich Schritt um Schritt der Droge Zucker entziehen ohne das sie mich wieder einholt und weiter und weiter zerstört.

Ich muss mit ihr einen Pakt schließen, der es dem Genuss ermöglicht und der Sucht verbietet.

Ich habe schon Monate lang komplett Zuckerfrei gelebt. Das war gar nicht so schwer aber irgendwann ist es aus und dann kam er noch wilder zurück.

Also die Null Variante wird es nicht sein, oder besser nicht auf Dauer.

Die Theorie im Ayurveda ist, wenn du in deiner Mahlzeit alle 6 Geschmacksrichtungen vereinst, dann ist dein Gusto nicht so groß. Und das ist nicht nur Theorie sondern auch Praxis.

Aber es gibt einen Hacken. Die Gewohnheit der Nachspeise ist tief in mir verankert. Daher auch die Lust danach, wenn ich aber diesen Moment übergehe und meinen Geschmack befrage, dann kann ich die Gewohnheit überlisten. Das schaffe ich immer öfter und das ist gut so!

Wenn der Magen knurrt…

Grundsätzlich bin ich ja nicht so auf Fachliteratur gepolt. Und auf Gesundheitsfachliteratur schon gleich gar nicht. Ich handle mich so durch. Lese meine Ayurveda Skripten und lerne am Meisten bei den Kursen oder im persönlichen Gespräch.

Jetzt fahre ich aber leider täglich mit den Auto in die Arbeit und da habe ich das Hörbuch entdeckt! Und nachdem ich doch knapp 90 Minuten unterwegs bin, ist das Hörbuch spannend, da einiges weiter geht. Nach Mieses Karma 2, einen Thriller und einen japanischen Roman hat es mich nun doch noch in diese Richtung verschlagen. Gekauft (ich höre über Spotify) hätte ich es mir ja nicht aber so dachte ich mir, kann ich ja jederzeit stoppen, höre ich mir nun schon seit einigen Tagen „Darm mit Charm“ an.

Und es ist bedeutend interessanter als gedacht. Was mich vor allem fasziniert und daher ist es gut, dass ich es jetzt höre, ist, dass viele Dinge, Methoden oder Praktiken aus dem Ayurveda Sinn machen. So wird zum Beispiel über die Dauer des Verdauungsprozesses gesprochen und man versteht warum tierisches Eiweiß am Abend verboten ist.

Da geht es darum, wer für was zuständig ist und ich kann verstehen, warum ich trinken vor dem Essen soll und nicht nachher.

Und dann die Erklärung für die Abstände zwischen den Essen. Ja es erschließt sich mir. 4 bis 5 Stunden Pause, über Nacht mindestens 12. Alles ist richtig verdaut, erst dann kommt das NEUE.

Wahrscheinlich steht eh alles schon in hundert Büchern, die ich alle schon zumindest in der Hand hatte. Aber jetzt fügt es sich für mich einfach zusammen. Und auch Bücher passieren einem.

Aber eines habe ich sicher noch nie vorher gehört. Nämlich, dass das Knurren im Magen nicht Hunger bedeutet sondern nur, dass der Dünndarm leer ist und er endlich Zeit hat sich zu entspannen.

Ob ich mich beim nächsten Knurren auch entspannen kann? Aber das werde ich sicher nie vergessen.

Das Frühstück – so beginnt ein guter Morgen!

Ich bin überhaupt kein Morgenmensch. War ich nie. Werde ich auch nie werden. Und so wie ich den Morgen nicht gerne mag, so stand ich mit dem Frühstück eigentlich immer auf Kriegsfuß. Das ist soweit gegangen, dass wenn ich in der Früh gegessen habe, ich den ganzen Tag über Fressattacken hatte. Meine logische Folgerung war, das Frühstück zu streichen. Was dann passierte war auch nicht viel besser, ich hatte dann zu Mittag schon so großen Hunger, dass ich dann da richtig zu langte.

Mit der Auseinandersetzung mit dem Ayurveda habe ich dann einiges Neues kennengelernt und eine neue Sichtweise entwickelt.

Meine Art zu frühstücken war natürlich eine richtig Österreichische. Ein Semmerl mit Butter und Honig oder Marmelade. Das hat natürlich meinen Blutzuckerspiegel hinauf geworfen und beim Fallen habe ich immer Hunger verspürt. Beim nicht Frühstücken ist genau das Gegenteil passiert. Jedes mal hatte ich das gleiche Ergebnis: riesen Hunger.

Im Ayurveda gilt nicht die Weisheit, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit ist, nein im Gegenteil sie soll klein und leicht ausfallen. Vor allem für Kapha Menschen, also rundliche Menschen, wie ich es bin.

Im Ayurveda wird ja generell nur warm gegessen also auch zum Frühstück. Das ist schon einmal eine richtige Umstellung. Ein bisschen in Mode gekommen ist in letzter Zeit der warme Porridge. Man bekommt praktisch schon in jedem Geschäft fertige Mischungen.

Ich bin aber noch eine Stufe weiter gegangen und hab mir einen ayurvedischen Frühstücksbrei geholt. Tanja vom Ayurveda Naturladen macht den in zwei Geschmacksrichtungen selbst. Ich hab mich für Dinkel/ Mandel entschieden. Es gibt ihn auch noch mit Kokos Geschmack. Im Brei ist gemahlener Dinkel und Mandel gemischt mit einer feinen Anzahl an Gewürzen.

Ich darf euch sagen, ich liebe den Brei. ich koche ihn in der Früh mit einer pflanzlichen Milch auf, das dauert 2 Minuten, gebe noch ein bisschen Braunhirse und ein paar Rosinen dazu. Fertig. Ein bisschen auf peppen kann ich es noch mit einen selbstgemachten Rhabarber Kompott oder einem Chuttney.

Nachdem das wirklich schnell geht, koche ich es in der Früh, gebe es in Behälter die es warm halten und esse es zum Frühstück im Büro.

Für mich ist der Getreidebrei ein leichtes wärmendes Frühstück, das wirklich lange anhält. Ich genieße es täglich. Es tut mir gut.

In mir brennt ein Feuer…aber noch lodert es nur!

Ich liebe das Feuer. Ich liebe es ein Feuer zu machen und  schon viel zu oft habe ich mir die Finger verbrannt. Und noch immer ist es meine geheime Liebe.

Ich nehme ab. Ich nehme ab mit Hilfe von Ayurveda. Und ich weiß und bin überzeugt, dass es der richtige Weg ist.

Aber um diesen Weg perfekt zu machen muss ich in diesem ayurvedischen Rahmen noch meinen persönlichen Weg finden. Und das ist wie immer schwieriger als gedacht.

Und nun bin ich froh, dass dieses wunderbar warme Feuer in mir lodert. Es lässt mich nicht los, hält mich fest und trotz vieler Rückschritte ermutigt es mich immer wieder weiter zu gehen.

Was ich bemerke ist, dass ich mich und meinen Körper besser verstehen lerne. Ich kapiere besser, was mir gut tut und was nicht. Ich habe jetzt einiges ausprobiert, da ja das Ayurveda dir viele Möglichkeiten gibt.

Ich habe immer geschrieben, dass es mehr ist als abnehmen, dass es eine Umstellung meiner Persönlichkeitsmerkmale von fett zu schlank sein soll. Ich kann fett richtig gut spüren. Es fühlt sich immer wie mehr an, der Körper ist voll und fest und wenn ich das spüre, dann spüre ich mich selbst. Erschreckend wie tief das in meiner Identität sitzt.

Und schlank spüren? Mich irritiert es, wenn es weniger ist. Mich irritiert es, wenn sich mein Bauch leer anfühlt. Mich irritiert es, wenn es nicht gebläht und übervoll ist sondern einfach und leicht. Aber wie soll ich es auch genießen, wenn ich es nicht kenne.

Also muss ich üben. Ich werde versuchen mich zu spüren, wenn es anders ist als gewohnt. Ich werde mein Feuer noch mehr zum Lodern bringen und ich werde einen Tagesrhythmus finden der zu mir passt.

Die letzten Wochen habe ich immer das Frühstück ausgelassen und das erste Mal um 11.00 Uhr einen Snack gegessen. Das Problem war, dass dann beim Heimfahren von der Arbeit Heißhungerattacken kamen. Und das hatte leider schlimme Ausmaße, aber ich war so hungrig.

Ab heute versuche ich 3 Mahlzeiten mit mindestens 4 Stunden Pause dazwischen und vom Abendessen bis Frühstück eine Essenspause von 12 Stunden einzuhalten.

Ich hoffe das funktioniert besser und ich bekomme einen Rhythmus.

Burn Baby burn!