Wenn der Magen knurrt…

Grundsätzlich bin ich ja nicht so auf Fachliteratur gepolt. Und auf Gesundheitsfachliteratur schon gleich gar nicht. Ich handle mich so durch. Lese meine Ayurveda Skripten und lerne am Meisten bei den Kursen oder im persönlichen Gespräch.

Jetzt fahre ich aber leider täglich mit den Auto in die Arbeit und da habe ich das Hörbuch entdeckt! Und nachdem ich doch knapp 90 Minuten unterwegs bin, ist das Hörbuch spannend, da einiges weiter geht. Nach Mieses Karma 2, einen Thriller und einen japanischen Roman hat es mich nun doch noch in diese Richtung verschlagen. Gekauft (ich höre über Spotify) hätte ich es mir ja nicht aber so dachte ich mir, kann ich ja jederzeit stoppen, höre ich mir nun schon seit einigen Tagen „Darm mit Charm“ an.

Und es ist bedeutend interessanter als gedacht. Was mich vor allem fasziniert und daher ist es gut, dass ich es jetzt höre, ist, dass viele Dinge, Methoden oder Praktiken aus dem Ayurveda Sinn machen. So wird zum Beispiel über die Dauer des Verdauungsprozesses gesprochen und man versteht warum tierisches Eiweiß am Abend verboten ist.

Da geht es darum, wer für was zuständig ist und ich kann verstehen, warum ich trinken vor dem Essen soll und nicht nachher.

Und dann die Erklärung für die Abstände zwischen den Essen. Ja es erschließt sich mir. 4 bis 5 Stunden Pause, über Nacht mindestens 12. Alles ist richtig verdaut, erst dann kommt das NEUE.

Wahrscheinlich steht eh alles schon in hundert Büchern, die ich alle schon zumindest in der Hand hatte. Aber jetzt fügt es sich für mich einfach zusammen. Und auch Bücher passieren einem.

Aber eines habe ich sicher noch nie vorher gehört. Nämlich, dass das Knurren im Magen nicht Hunger bedeutet sondern nur, dass der Dünndarm leer ist und er endlich Zeit hat sich zu entspannen.

Ob ich mich beim nächsten Knurren auch entspannen kann? Aber das werde ich sicher nie vergessen.

Das Frühstück – so beginnt ein guter Morgen!

Ich bin überhaupt kein Morgenmensch. War ich nie. Werde ich auch nie werden. Und so wie ich den Morgen nicht gerne mag, so stand ich mit dem Frühstück eigentlich immer auf Kriegsfuß. Das ist soweit gegangen, dass wenn ich in der Früh gegessen habe, ich den ganzen Tag über Fressattacken hatte. Meine logische Folgerung war, das Frühstück zu streichen. Was dann passierte war auch nicht viel besser, ich hatte dann zu Mittag schon so großen Hunger, dass ich dann da richtig zu langte.

Mit der Auseinandersetzung mit dem Ayurveda habe ich dann einiges Neues kennengelernt und eine neue Sichtweise entwickelt.

Meine Art zu frühstücken war natürlich eine richtig Österreichische. Ein Semmerl mit Butter und Honig oder Marmelade. Das hat natürlich meinen Blutzuckerspiegel hinauf geworfen und beim Fallen habe ich immer Hunger verspürt. Beim nicht Frühstücken ist genau das Gegenteil passiert. Jedes mal hatte ich das gleiche Ergebnis: riesen Hunger.

Im Ayurveda gilt nicht die Weisheit, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit ist, nein im Gegenteil sie soll klein und leicht ausfallen. Vor allem für Kapha Menschen, also rundliche Menschen, wie ich es bin.

Im Ayurveda wird ja generell nur warm gegessen also auch zum Frühstück. Das ist schon einmal eine richtige Umstellung. Ein bisschen in Mode gekommen ist in letzter Zeit der warme Porridge. Man bekommt praktisch schon in jedem Geschäft fertige Mischungen.

Ich bin aber noch eine Stufe weiter gegangen und hab mir einen ayurvedischen Frühstücksbrei geholt. Tanja vom Ayurveda Naturladen macht den in zwei Geschmacksrichtungen selbst. Ich hab mich für Dinkel/ Mandel entschieden. Es gibt ihn auch noch mit Kokos Geschmack. Im Brei ist gemahlener Dinkel und Mandel gemischt mit einer feinen Anzahl an Gewürzen.

Ich darf euch sagen, ich liebe den Brei. ich koche ihn in der Früh mit einer pflanzlichen Milch auf, das dauert 2 Minuten, gebe noch ein bisschen Braunhirse und ein paar Rosinen dazu. Fertig. Ein bisschen auf peppen kann ich es noch mit einen selbstgemachten Rhabarber Kompott oder einem Chuttney.

Nachdem das wirklich schnell geht, koche ich es in der Früh, gebe es in Behälter die es warm halten und esse es zum Frühstück im Büro.

Für mich ist der Getreidebrei ein leichtes wärmendes Frühstück, das wirklich lange anhält. Ich genieße es täglich. Es tut mir gut.

In mir brennt ein Feuer…aber noch lodert es nur!

Ich liebe das Feuer. Ich liebe es ein Feuer zu machen und  schon viel zu oft habe ich mir die Finger verbrannt. Und noch immer ist es meine geheime Liebe.

Ich nehme ab. Ich nehme ab mit Hilfe von Ayurveda. Und ich weiß und bin überzeugt, dass es der richtige Weg ist.

Aber um diesen Weg perfekt zu machen muss ich in diesem ayurvedischen Rahmen noch meinen persönlichen Weg finden. Und das ist wie immer schwieriger als gedacht.

Und nun bin ich froh, dass dieses wunderbar warme Feuer in mir lodert. Es lässt mich nicht los, hält mich fest und trotz vieler Rückschritte ermutigt es mich immer wieder weiter zu gehen.

Was ich bemerke ist, dass ich mich und meinen Körper besser verstehen lerne. Ich kapiere besser, was mir gut tut und was nicht. Ich habe jetzt einiges ausprobiert, da ja das Ayurveda dir viele Möglichkeiten gibt.

Ich habe immer geschrieben, dass es mehr ist als abnehmen, dass es eine Umstellung meiner Persönlichkeitsmerkmale von fett zu schlank sein soll. Ich kann fett richtig gut spüren. Es fühlt sich immer wie mehr an, der Körper ist voll und fest und wenn ich das spüre, dann spüre ich mich selbst. Erschreckend wie tief das in meiner Identität sitzt.

Und schlank spüren? Mich irritiert es, wenn es weniger ist. Mich irritiert es, wenn sich mein Bauch leer anfühlt. Mich irritiert es, wenn es nicht gebläht und übervoll ist sondern einfach und leicht. Aber wie soll ich es auch genießen, wenn ich es nicht kenne.

Also muss ich üben. Ich werde versuchen mich zu spüren, wenn es anders ist als gewohnt. Ich werde mein Feuer noch mehr zum Lodern bringen und ich werde einen Tagesrhythmus finden der zu mir passt.

Die letzten Wochen habe ich immer das Frühstück ausgelassen und das erste Mal um 11.00 Uhr einen Snack gegessen. Das Problem war, dass dann beim Heimfahren von der Arbeit Heißhungerattacken kamen. Und das hatte leider schlimme Ausmaße, aber ich war so hungrig.

Ab heute versuche ich 3 Mahlzeiten mit mindestens 4 Stunden Pause dazwischen und vom Abendessen bis Frühstück eine Essenspause von 12 Stunden einzuhalten.

Ich hoffe das funktioniert besser und ich bekomme einen Rhythmus.

Burn Baby burn!