Essenspausen 5 – 5 – 12

Das wichtigste beim Abnehmen ist ein guter Stoffwechsel. Wenn die Verdauung funktioniert, dann nimmst du ab.

Um die Verdauung anzukurbeln sind Essenspausen notwendig. Es ist davon auszugehen, dass die Nahrung innerhalb von 4 bis 5 Stunden zur Gänze verdaut wird. Das bedeutet, wenn ich mein Frühstück zu mir nehme und erst 4 bis 5 Stunden später mein Mittagessen genieße, dann beginne ich das Mittagsmahl mit einem leeren Bauch. Die Verdauung konnte in Ruhe ihr Arbeit tun und es gibt keine Überlappungen, keine Gehrungen und keine Verwirrungen.

Bin ich aber dazwischen hungrig so ist es möglich frisches Obst zu essen. Hier braucht die Verdauung nur 1 Stunde. Ebenso ist es mit dem Essen vom Salat. Dieser soll am Besten zu Mittag – bestes Verdauungsfeuer Agni am Tag – genossen werden, aber immer erst im nachhinein. Der Salat ist schneller und kann so die Verdauung des normalen Essens nicht stören.

Wenn wir hier von Essenspausen sprechen, so reden wir nicht von intermittierenden Fasten. Wir fasten nicht sondern wir geben der Verdauung Zeit.

Unsere Pausen sind vom Frühstück zum Mittagessen 5 Stunden, vom Mittagessen bis zum Abendessen 5 Stunden und vom Abendessen bis zum Frühstück mindestens 12 Stunden.

Diese 12 Stunden, reinigen, bauen ab und regeln auch unseren Hormonhaushalt.

Am leichtesten geht es, wenn man in einen Rhythmus kommt. Zum Beispiel 08.00 Uhr Frühstück, 13:00 Uhr Mittagessen und 18:00 Abendessen.

Dann ist genug Pause zum Frühstück – also es gibt einigen Spielraum und ermöglicht so auch Unvorhergesehenes.

Finde deinen Rhythmus und los geht’s!

Ayurvedisches Kirschenmarmelade – geht das?

Ich habe ganz viele Kirschen bekommen. So richtig gute Hauskirschen, somit nie gespritzt und absolut biologisch. Der Nebeneffekt dabei ist, dass sie natürlich nicht lange halten. Also müssen sie verarbeitet werden. Aber in was?

Kirschkuchen – erledigt, aber einer reicht

Kompott kommt nicht in Frage, dass ist bei uns einfach keiner.

Paketieren und einfrieren für Kuchen, gute Idee, aber das funktioniert nicht bei mir. Bin keine all zu gute Einfriermeisterin.

Ein Kirsch Chutney bietet sich an.

Kirschmarmelade – Kirschkonfitüre JA das soll es werden.

Aber ich möchte mir jetzt treu bleiben und nun stellt sich die Frage, wie macht man eine Marmelade ayurvedisch.

Dabei sind ein paar Grundsätze zu beachten.

Es gilt ein absolutes Verbot für irgendwelche künstlichen Lebensmittel, daher scheidet die Zitronensäure und der Gelierzucker aus – zu viele Zusatzstoffe.

Für den Zucker ist Ersatz zu finden, da man Honig nicht kochen soll, er verliert alle seine guten Eigenschaften, empfiehlt es sich den ayurvedischen Shakara Zucker zu verwenden. Dieser ist nicht gebleicht, basisch und enthält keine Säuremittel.

Eine schöne Alternative könnte auch der Tala Shakara Zucker sein, dieser ist bräunlich und hat ein wunderbares Karamell Aroma. Das unterstützt den Geschmack der Kirschen.

Die Zitrone, der Saft der Zitrone ist ein perfekter Ersatz für die künstliche Zitronensäure. Und was hier noch dazu kommt ist, dass der Geschmack viel feiner und natürlicher schmeckt. Die Aufgabe der Zitrone ist es zu kühlen und zu konservieren.

Aber was verwende ich anstatt des Gelierzuckers. Da bietet sich das rein pflanzliche Geliermittel Agar Agar an. Es funktioniert wie die wohlbekannte Gelatine.

Es gibt aber noch eine andere spannende Möglichkeit. Man kann das Gelieren auch mit indischem Flohsamen oder Chia Samen zusammen bringen. Der Vorteil ist, es ist ein absolut natürliches Geliermittel und es regt auch noch die Verdauung an. Ich habe mich für den Chia Samen entschieden, da mir die Konsistenz gegenüber dem Flohsamen einfach lieber ist.

Und im Ayurveda dürfen niemals Gewürze fehlen. Der Ingwer ist heiß und unser Agni, unser Verdauungsfeuer an. Der Koriander kühlt und ist ebenso für unsere Verdauung hilfreich. Wer es ganz besonders feurig mag kann gerne noch ein bisschen mir Chili experimentieren.

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Das Rezept:

Ayurvedische Kirschenmarmelade mit Chia

von  Tanja Pinter

  • 1 kg Kirschen (gewaschen und entkernt)
  • 300 gr. Shakara Zucker
  • Saft von min. 2 Zitronen (nach Geschmack mehr)
  • 3 EL frischen gehackten Ingwer
  • 3 TL Koriander gemahlen
  • 10 EL Chia Samen

 

Zubereitung:

Die Kirschen mit dem Zucker zum Kochen bringen. Den Ingwer und den Koriander dazugeben und mit kochen. Nach ca. 5 – 7 Minuten des Kochens (die Zählung beginnt, wenn alle Kirschen kochen) den Zitronensaft dazugeben. Einmal kurz aufkochen lassen.

Mit dem Mixstab die Masse fein pürieren. (Ich mag es lieber fein, man kann natürlich auch Stücke lassen)

Danach in die feine Masse den Chiasamen geben und noch ein bisschen köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Gläser herrichten. Die Gläser einfach im Geschirrspüler waschen. Die Deckel müssen heiß sein, dass sich der Gummi an das Glas schmiegt.

Ich gebe sie immer in heißes Wasser, das reicht eigentlich.

Die heiße Masse in die Gläser abfüllen und sofort ordentlich verschrauben. Bei neuen Deckeln ist man fertig. Es ist kein Umdrehen oder sonstiges notwendig.

Abkühlen lassen und genießen.

Wichtig ist, dass ihr kostet. Die Rezeptangaben der Gewürze sind am unteren Limit, wer mehr mag, einfach rein damit. Hier geht es natürlich viel um euren Geschmack also einfach trauen!

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken….wir genießen schon 🙂

 

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Zucker mein größter Feind

Mein größter Feind ist der Zucker. Ich liebe und ich hasse ihn! Wie sagt man so schön eine Hassliebe!!!

Tanja meint immer, der Zucker ist kein Feind sondern nur der viele Zucker und der weiße Zucker! Es ist besser Zucker, wie den ayurvedischen Tala Shakara zu sich zu nehmen und das Süße auch richtig echt zu erleben als immer nur halbherzig um dann in einem Anfall zu enden.

Ganz ehrlich die ayurvedischen Zuckerarten schmecken richtig gut! Aber so ein Keks mit Schokostücken auch!

Ich bin in dieser Hinsicht richtig gehend abhängig und das schlimme ist, dass ich von natürlichen Zucker, den man zum Beispiel im Obst findet, nicht befriedigt werde. Ich genieße es, gerade jetzt in der Kirschen und Erdbeersaison, es schmeckt mir aber diese süße Dröhnung ist es nicht. Dieses absolut viel zu Süße, ein Süß das man eigentlich nicht braucht, dass aber den ganzen Körper einnimmt. Das mir das Gefühl von Leben gibt.

Das klingt fast so als wäre ich abhängig. Und ja ich glaube, dass bin ich auch! Und jetzt muss ich mich Schritt um Schritt der Droge Zucker entziehen ohne das sie mich wieder einholt und weiter und weiter zerstört.

Ich muss mit ihr einen Pakt schließen, der es dem Genuss ermöglicht und der Sucht verbietet.

Ich habe schon Monate lang komplett Zuckerfrei gelebt. Das war gar nicht so schwer aber irgendwann ist es aus und dann kam er noch wilder zurück.

Also die Null Variante wird es nicht sein, oder besser nicht auf Dauer.

Die Theorie im Ayurveda ist, wenn du in deiner Mahlzeit alle 6 Geschmacksrichtungen vereinst, dann ist dein Gusto nicht so groß. Und das ist nicht nur Theorie sondern auch Praxis.

Aber es gibt einen Hacken. Die Gewohnheit der Nachspeise ist tief in mir verankert. Daher auch die Lust danach, wenn ich aber diesen Moment übergehe und meinen Geschmack befrage, dann kann ich die Gewohnheit überlisten. Das schaffe ich immer öfter und das ist gut so!

Wenn der Magen knurrt…

Grundsätzlich bin ich ja nicht so auf Fachliteratur gepolt. Und auf Gesundheitsfachliteratur schon gleich gar nicht. Ich handle mich so durch. Lese meine Ayurveda Skripten und lerne am Meisten bei den Kursen oder im persönlichen Gespräch.

Jetzt fahre ich aber leider täglich mit den Auto in die Arbeit und da habe ich das Hörbuch entdeckt! Und nachdem ich doch knapp 90 Minuten unterwegs bin, ist das Hörbuch spannend, da einiges weiter geht. Nach Mieses Karma 2, einen Thriller und einen japanischen Roman hat es mich nun doch noch in diese Richtung verschlagen. Gekauft (ich höre über Spotify) hätte ich es mir ja nicht aber so dachte ich mir, kann ich ja jederzeit stoppen, höre ich mir nun schon seit einigen Tagen „Darm mit Charm“ an.

Und es ist bedeutend interessanter als gedacht. Was mich vor allem fasziniert und daher ist es gut, dass ich es jetzt höre, ist, dass viele Dinge, Methoden oder Praktiken aus dem Ayurveda Sinn machen. So wird zum Beispiel über die Dauer des Verdauungsprozesses gesprochen und man versteht warum tierisches Eiweiß am Abend verboten ist.

Da geht es darum, wer für was zuständig ist und ich kann verstehen, warum ich trinken vor dem Essen soll und nicht nachher.

Und dann die Erklärung für die Abstände zwischen den Essen. Ja es erschließt sich mir. 4 bis 5 Stunden Pause, über Nacht mindestens 12. Alles ist richtig verdaut, erst dann kommt das NEUE.

Wahrscheinlich steht eh alles schon in hundert Büchern, die ich alle schon zumindest in der Hand hatte. Aber jetzt fügt es sich für mich einfach zusammen. Und auch Bücher passieren einem.

Aber eines habe ich sicher noch nie vorher gehört. Nämlich, dass das Knurren im Magen nicht Hunger bedeutet sondern nur, dass der Dünndarm leer ist und er endlich Zeit hat sich zu entspannen.

Ob ich mich beim nächsten Knurren auch entspannen kann? Aber das werde ich sicher nie vergessen.

Das Frühstück – so beginnt ein guter Morgen!

Ich bin überhaupt kein Morgenmensch. War ich nie. Werde ich auch nie werden. Und so wie ich den Morgen nicht gerne mag, so stand ich mit dem Frühstück eigentlich immer auf Kriegsfuß. Das ist soweit gegangen, dass wenn ich in der Früh gegessen habe, ich den ganzen Tag über Fressattacken hatte. Meine logische Folgerung war, das Frühstück zu streichen. Was dann passierte war auch nicht viel besser, ich hatte dann zu Mittag schon so großen Hunger, dass ich dann da richtig zu langte.

Mit der Auseinandersetzung mit dem Ayurveda habe ich dann einiges Neues kennengelernt und eine neue Sichtweise entwickelt.

Meine Art zu frühstücken war natürlich eine richtig Österreichische. Ein Semmerl mit Butter und Honig oder Marmelade. Das hat natürlich meinen Blutzuckerspiegel hinauf geworfen und beim Fallen habe ich immer Hunger verspürt. Beim nicht Frühstücken ist genau das Gegenteil passiert. Jedes mal hatte ich das gleiche Ergebnis: riesen Hunger.

Im Ayurveda gilt nicht die Weisheit, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit ist, nein im Gegenteil sie soll klein und leicht ausfallen. Vor allem für Kapha Menschen, also rundliche Menschen, wie ich es bin.

Im Ayurveda wird ja generell nur warm gegessen also auch zum Frühstück. Das ist schon einmal eine richtige Umstellung. Ein bisschen in Mode gekommen ist in letzter Zeit der warme Porridge. Man bekommt praktisch schon in jedem Geschäft fertige Mischungen.

Ich bin aber noch eine Stufe weiter gegangen und hab mir einen ayurvedischen Frühstücksbrei geholt. Tanja vom Ayurveda Naturladen macht den in zwei Geschmacksrichtungen selbst. Ich hab mich für Dinkel/ Mandel entschieden. Es gibt ihn auch noch mit Kokos Geschmack. Im Brei ist gemahlener Dinkel und Mandel gemischt mit einer feinen Anzahl an Gewürzen.

Ich darf euch sagen, ich liebe den Brei. ich koche ihn in der Früh mit einer pflanzlichen Milch auf, das dauert 2 Minuten, gebe noch ein bisschen Braunhirse und ein paar Rosinen dazu. Fertig. Ein bisschen auf peppen kann ich es noch mit einen selbstgemachten Rhabarber Kompott oder einem Chuttney.

Nachdem das wirklich schnell geht, koche ich es in der Früh, gebe es in Behälter die es warm halten und esse es zum Frühstück im Büro.

Für mich ist der Getreidebrei ein leichtes wärmendes Frühstück, das wirklich lange anhält. Ich genieße es täglich. Es tut mir gut.

Wie koche ich richtig?

Wenn man so wie ich Übergewicht hat, dann ist es laut Ayurveda eine Störung von Kapha.  Kapha ist dieser Typus Mensch, der ein bisschen oder ein bisschen mehr rundlich ist, nicht unbedingt zu Sport neigt und wahrscheinlich sein Leben lang eher Gewichtsprobleme haben wird.

Ich danke herzlich meiner persönlichen Kapha Konstitution dafür, dass sie auch aktuell so stark und intensiv ausgeprägt ist. Um Kapha zu reduzieren sollte ich scharfe, bittere und herbe Lebensmittel essen. Scharfe Lebensmittel sind zum Beispiel Zwiebel, Radieschen, Knoblauch, Schnittlauch und natürlich Chilli. Bei bitteren Lebensmitteln handelt es sich um Spargel, Oliven, Rhabarber, Oregano und Rucola. Nüsse, Beeren, Brokkoli und Buchweizen sind herbe Vertreter.

So und wie gehe ich jetzt damit um?

Ganz unbedingt nach Rezepten und Menüvorschlägen kochen, funktioniert nicht. Und heute ist der Geburtstag meiner Tochter, da stellt sich dann immer die Frage für mich, ob ich für mich auch noch extra Kochen soll?

Nein, das mache ich nicht. Ich adaptiere Gerichte, dass sie zu meiner vorgeschlagenen Ernährung passen.

In unserer Familie, darf sich jeder und jede ein Geburtstagsessen wünschen, dass ich dann koche. Meine Tochter Emma hat sich gestern  ein Brathenderl mit Bratkartoffeln gewünscht.

So, das Essen ist jetzt einmal typisch österreichisch und nicht ayurvedisch. Und das werde ich jetzt ändern. Ich muss meiner 3 Geschmäcker verstärkt einbringen und süß, sauer und salzig nur dezent einarbeiten, sollen aber vorkommen.

Beginnen wir mir dem Fleisch. Bei meinen Nahrungsmitteln kommt Huhn nicht vor aber Pute. Das kann ich nicht ändern, dass wird ein Problem bleiben. In Österreich wird das Hühnchen mit einer Mischung aus Öl, Paprika, Pfeffer, Salz mariniert. Das passt grundsätzlich gebe ich aber noch Thymian (bitter), Fenchelsamen (herb) und Chillipulver (scharf) und für den Geschmack noch ein bisschen Rosmarin, Galgant und Asafötida (das schmeckt nach Knoblauch und ich liebe es) dazu. So jetzt habe ich zwar das falsche Fleisch aber es ist scharf, bitter und herb gewürzt.

Die Bratkartoffeln sind erneut schwierig, da Kartoffeln in meiner Liste überhaupt nicht vorkommen. Daher werde ich heute ganz wenig davon essen und ein Kapha Churna darüber geben. Kapha Churna ist eine Gewürzmischung, die Lebensmittel mit zu viel süß, sauer oder salzig Anteil neutralisiert. Es ist eine Gewürzmischung, die mir schmeckt aber das ist wie immer Geschmackssache.

Als Beilage gibt es einen grünen Salat mit frischen Radieschen. Der grüne Salat ist bitter, die Radieschen sind scharf und wenn ich den sauren Essig mit ein bisschen Honig verbessere anstatt mit Zucker, dann habe ich herb auch noch eingebaut. Der Salat wird immer erst nach der Hauptspeise gegessen, da kann die Verdauung leichter arbeiten.

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen zeigen, wie ayurvedische Küche in meiner bekannten Heimatküche zu integrieren ist. Am Anfang muss man schon einiges Denken aber es wird immer leichter und ihr werdet merken, dass gekochte Speisen, die alle 6 Geschmacksrichtungen integriert haben, einfach harmonischer und besser schmecken.

Viel Spaß beim Austesten!