Wenn das Bedürfnis nach Süßem über allem steht…

Nach einer Woche zuckerfrei, bin ich eigentlich sehr zufrieden. Ich hab ein wenig abgenommen, der Tag ist aktiver und ich schlafe gut. Alles Dinge, die einem den Tag verschönern. Und das genieße ich auch. Ich finde es großartig nicht so erschlagen zu sein. Diese ständige Fülle ein wenig abzulegen und auch die Abhängigkeit.

Bei mir kommt dieses ständige Essen müssen eindeutig und nur vom Süßem. 1 Stück Schoko heißt für mich eine Tafel und eine Stunde später noch Kekse und so geht das immer weiter. Esse ich allerdings einen Apfel, dann brauch ich nicht gleich einen Kilo um zufrieden zu sein.

Aber was tun, wenn die Lust nach Süßem so dominierend ist?

In der ayurvedischen Tradition sagt man, dass ein Essen immer alle 6 Geschmacksrichtungen beinhalten muss. Dabei handelt es sich um

sauer – Zitrone

süß – Nudeln

salzig – Salz

bitter – Blattsalate

scharf – Pfeffer

herb – Hülsenfrüchte

Hier habe ich dir nur ein Beispiel pro Geschmacksrichtung vorgestellt, natürlich kann man auch mit Gewürzen viel ausgleichen.

Ich kann nur bestätigen, dass eine Mahlzeit, die alle 6 Geschmacksrichtungen enthält, mehr als wohlschmeckend ist und Heißhungerattacken stark reduziert.

Probiere es aus!

Ich bin ein echtes Früchtchen

So da hab ich mich doch in die Sommerpause verabschiedet und was ist daraus geworden – eine 6 monatige Pause.

Wenn die Pause wenigstens nur beim Schreiben gewesen wäre.

Nein, ich gebe es zu. Die Pause hat mein ganzes Leben betroffen und ganz intensiv meine Ernährung.

Leider, also ich zum Glück weder zugenommen noch etwas abgenommen. Ich bin in meinem lebenslangen Wahnsinn hängen geblieben. Wieder einmal. Schon viel zu oft hängen geblieben.

Aber die essentiellste Frage, die sich mir stellt und die mich die ganze Zeit begleitet hat, ist die:

Warum lässt man alles hinter sich, Lebensmittel die man genießt, Rezepte die man verehrt und eine Ernährungsform, die dem Körper seelisch und gesundheitlich gut tut? Für eine dumping Ernährung, die gerade mal in der Überlegung schneller geht als beim Kochen. Und die einem nicht wirklich schmeckt. Und das alles für unglücklich sein? Und weiter noch man bleibt  im Unglück verhaften. FIX.

Und leider hilft einen da kein Programm, keine App und schon gar keine strikten Vorgaben darüber hinweg.

Mein TCM Arzt meinte zu mir, sie müssen halt einmal Trauer, Unglück und Sorgen aushalten.

Meine Ayurveda Meisterin meinte nichts sondern war einfach da, hat mich begleitet und mich nie verurteilt. Danke Tanja.

Und heute habe ich solche große Angst, dass ich zum gefühlt tausendsten Mal scheitere, dass ich den Bericht einfach nicht veröffentlichen möchte.

Und dann denke ich mir, das Scheitern gehört zum Leben dazu. Leider wird in unserer perfekten Welt, alles nur glorifiziert. In der Werbung und in den Berichten zum Abnehmen sind alle unglaublich erfolgreich und schnell und glücklich.

Und trotzdem laufen soviele unglückliche Dicke herum und täglich gibt es eine neue Diät.

Meine lieben Leser/ innen, ich verspreche gar nichts, außer das ich mich auf den Weg mache.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich wieder begleiten würdet, auf einen Weg voll Freude und Unglück, Stolpersteine und Steine die überwunden wurden.

Ich bin bereit, ich gehe.

Ich verabschiede mich in die Ferien…

Meine lieben Leserinnen und Leser!

Viel ist bis jetzt in diesem Jahr passiert und viel ist in mir passiert. Mein Geist, mein Körper haben auf Hochtouren gearbeitet und wirken immer noch so intensiv weiter.

Deshalb habe ich beschlossen eine geistige Pause zu machen.

Ich habe mein ayurvedisches Kochen zum Abnehmen verinnerlicht. Ich kenne die Regeln und die Freiheiten.

Ich werde einfach so weitermachen und genießen!

Aber ich werde mir jetzt im Sommer einfach keine Gedanken machen.

Daher verabschiedet sich mein BLOG in die wohlverdiente Sommerpause!

Wir hören uns im Herbst wieder…habt einen wunderbaren Sommer und genießt das Leben und die Liebe!

Nachhaltig, saisonal und regional ein wichtiger Aspekt des Ayurveda

Das man im Ayurveda nur indisches Essen isst, das scheint nur auf den ersten Blick so. Ja, die Lehre kommt aus Indien und natürlich sind die Lehren mit indischen Gewürzen und indischen Rezepten verbunden. Und wenn ich es mir leicht machen will, dann geh ich in einen asiatischen Shop kaufe ein und koche stupide darauf los.

Aber wenn ich das mache, dann habe ich auf einen wichtigen Aspekt der ayurvedischen Lehre vergessen. Im Ayurveda heißt es, dass ich mit meiner Umwelt Freund werden und die Nahrung aus dieser beziehen soll. Denn mein Körper und mein Geist sind mit dieser Kultur verbunden.

Und nun kommt ein Ernährungskonzept ins Spiel, dass ich sehr genieße.

NACHHALTIG – SAISONAL – REGIONAL

Ich liebe es bei mir zu Hause einkaufen zu gehen. Ich habe einen Gemüsebauern, einen Direktvermarkter für Fleisch, Milch, Joghurt und Käse direkt ab Hof und so weiter. Und ja, ich verzichte auf die Bequemlichkeit des Supermarktes alles auf einmal zu bekommen.

Ich denke das gelebte Nachhaltigkeit nicht nur in der Produktion sondern auch bei mir als Kundin beginnt. Nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltige Bewirtschaftung hat nur eine Chance, wenn auch die KundInnen bereit sind, etwas dafür zu tun.

Saisonal zu Kochen schärft den Gaumen. Da kann unser Transportwesen noch so gut funktionieren aber eine Kartoffel direkt vom Bauern frisch geerntet schmeckt himmlisch und die ägyptischen Frühkartoffel einfach nur leer. Ich erspare meinem Körper so viel und er ist ja auch saisonal gepolt und so passt die Ernährung mit mir spielerisch zusammen.

Regional bedeutet für mich viel. Erstens sehr kurze Tarnsportwege, regional heißt immer saisonal und fördert die nachhaltige Landwirtschaft und die Betriebe in meiner Umgebung.

Wie bringe ich nun das Ayurveda ins Spiel. Alle Lebensmittel egal ob aus Indien oder der Steiermark können den 6 Geschmacksrichtungen zugeordnet werden. Ich kann genauso ein steirische Krautfleckerl ayurvedisch kochen und regionale und saisonale Zutaten verwenden.

Und wenn ich mit Ayurveda abnehmen will dann nehme ich Lebensmittel mit den Richtungen scharf, bitter und herb. Diese sind Kapha reduzierend. Übergewicht ist immer ein Kapha- Ungleichgewicht.

Aktuell gibt es frische Zwiebeln und Radieschen für den Bereich scharf.

Für bitter wächst und gedeiht der Basilikum, Thymian und der Krauthäupl Salat.

Frische Paprika, Spargel und Stangensellerie bieten sich für herb an.

Also ich habe immer eine Wahl!

 

Essenspausen 5 – 5 – 12

Das wichtigste beim Abnehmen ist ein guter Stoffwechsel. Wenn die Verdauung funktioniert, dann nimmst du ab.

Um die Verdauung anzukurbeln sind Essenspausen notwendig. Es ist davon auszugehen, dass die Nahrung innerhalb von 4 bis 5 Stunden zur Gänze verdaut wird. Das bedeutet, wenn ich mein Frühstück zu mir nehme und erst 4 bis 5 Stunden später mein Mittagessen genieße, dann beginne ich das Mittagsmahl mit einem leeren Bauch. Die Verdauung konnte in Ruhe ihr Arbeit tun und es gibt keine Überlappungen, keine Gehrungen und keine Verwirrungen.

Bin ich aber dazwischen hungrig so ist es möglich frisches Obst zu essen. Hier braucht die Verdauung nur 1 Stunde. Ebenso ist es mit dem Essen vom Salat. Dieser soll am Besten zu Mittag – bestes Verdauungsfeuer Agni am Tag – genossen werden, aber immer erst im nachhinein. Der Salat ist schneller und kann so die Verdauung des normalen Essens nicht stören.

Wenn wir hier von Essenspausen sprechen, so reden wir nicht von intermittierenden Fasten. Wir fasten nicht sondern wir geben der Verdauung Zeit.

Unsere Pausen sind vom Frühstück zum Mittagessen 5 Stunden, vom Mittagessen bis zum Abendessen 5 Stunden und vom Abendessen bis zum Frühstück mindestens 12 Stunden.

Diese 12 Stunden, reinigen, bauen ab und regeln auch unseren Hormonhaushalt.

Am leichtesten geht es, wenn man in einen Rhythmus kommt. Zum Beispiel 08.00 Uhr Frühstück, 13:00 Uhr Mittagessen und 18:00 Abendessen.

Dann ist genug Pause zum Frühstück – also es gibt einigen Spielraum und ermöglicht so auch Unvorhergesehenes.

Finde deinen Rhythmus und los geht’s!

Ayurvedisches Kirschenmarmelade – geht das?

Ich habe ganz viele Kirschen bekommen. So richtig gute Hauskirschen, somit nie gespritzt und absolut biologisch. Der Nebeneffekt dabei ist, dass sie natürlich nicht lange halten. Also müssen sie verarbeitet werden. Aber in was?

Kirschkuchen – erledigt, aber einer reicht

Kompott kommt nicht in Frage, dass ist bei uns einfach keiner.

Paketieren und einfrieren für Kuchen, gute Idee, aber das funktioniert nicht bei mir. Bin keine all zu gute Einfriermeisterin.

Ein Kirsch Chutney bietet sich an.

Kirschmarmelade – Kirschkonfitüre JA das soll es werden.

Aber ich möchte mir jetzt treu bleiben und nun stellt sich die Frage, wie macht man eine Marmelade ayurvedisch.

Dabei sind ein paar Grundsätze zu beachten.

Es gilt ein absolutes Verbot für irgendwelche künstlichen Lebensmittel, daher scheidet die Zitronensäure und der Gelierzucker aus – zu viele Zusatzstoffe.

Für den Zucker ist Ersatz zu finden, da man Honig nicht kochen soll, er verliert alle seine guten Eigenschaften, empfiehlt es sich den ayurvedischen Shakara Zucker zu verwenden. Dieser ist nicht gebleicht, basisch und enthält keine Säuremittel.

Eine schöne Alternative könnte auch der Tala Shakara Zucker sein, dieser ist bräunlich und hat ein wunderbares Karamell Aroma. Das unterstützt den Geschmack der Kirschen.

Die Zitrone, der Saft der Zitrone ist ein perfekter Ersatz für die künstliche Zitronensäure. Und was hier noch dazu kommt ist, dass der Geschmack viel feiner und natürlicher schmeckt. Die Aufgabe der Zitrone ist es zu kühlen und zu konservieren.

Aber was verwende ich anstatt des Gelierzuckers. Da bietet sich das rein pflanzliche Geliermittel Agar Agar an. Es funktioniert wie die wohlbekannte Gelatine.

Es gibt aber noch eine andere spannende Möglichkeit. Man kann das Gelieren auch mit indischem Flohsamen oder Chia Samen zusammen bringen. Der Vorteil ist, es ist ein absolut natürliches Geliermittel und es regt auch noch die Verdauung an. Ich habe mich für den Chia Samen entschieden, da mir die Konsistenz gegenüber dem Flohsamen einfach lieber ist.

Und im Ayurveda dürfen niemals Gewürze fehlen. Der Ingwer ist heiß und unser Agni, unser Verdauungsfeuer an. Der Koriander kühlt und ist ebenso für unsere Verdauung hilfreich. Wer es ganz besonders feurig mag kann gerne noch ein bisschen mir Chili experimentieren.

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Das Rezept:

Ayurvedische Kirschenmarmelade mit Chia

von  Tanja Pinter

  • 1 kg Kirschen (gewaschen und entkernt)
  • 300 gr. Shakara Zucker
  • Saft von min. 2 Zitronen (nach Geschmack mehr)
  • 3 EL frischen gehackten Ingwer
  • 3 TL Koriander gemahlen
  • 10 EL Chia Samen

 

Zubereitung:

Die Kirschen mit dem Zucker zum Kochen bringen. Den Ingwer und den Koriander dazugeben und mit kochen. Nach ca. 5 – 7 Minuten des Kochens (die Zählung beginnt, wenn alle Kirschen kochen) den Zitronensaft dazugeben. Einmal kurz aufkochen lassen.

Mit dem Mixstab die Masse fein pürieren. (Ich mag es lieber fein, man kann natürlich auch Stücke lassen)

Danach in die feine Masse den Chiasamen geben und noch ein bisschen köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Gläser herrichten. Die Gläser einfach im Geschirrspüler waschen. Die Deckel müssen heiß sein, dass sich der Gummi an das Glas schmiegt.

Ich gebe sie immer in heißes Wasser, das reicht eigentlich.

Die heiße Masse in die Gläser abfüllen und sofort ordentlich verschrauben. Bei neuen Deckeln ist man fertig. Es ist kein Umdrehen oder sonstiges notwendig.

Abkühlen lassen und genießen.

Wichtig ist, dass ihr kostet. Die Rezeptangaben der Gewürze sind am unteren Limit, wer mehr mag, einfach rein damit. Hier geht es natürlich viel um euren Geschmack also einfach trauen!

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es euch schmecken….wir genießen schon 🙂

 

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Meinen Körper in Balance bringen

Nicht jede Zeit im Leben ist einfach. Ich bin in den letzten Tagen und eigentlich Wochen unter einem enormen Druck gestanden. Ich war in einer Lebenssituation, die man aus außergewöhnlich oder noch besser als an der Grenze des Erträglichen zu bezeichnen war.

Wie jede und jeder von sich selber weiß, bekommt man es in dieser Zeit gar nicht so genau mit, dass alles im Stress ist. Das einzige, dass ich beobachten konnte war, dass mein Körper nicht so mitgespielt hat. Meine Verdauung war mies, trotz aller Hilfsmittel, die Kopfschmerzen sind wieder gekommen und das furchtbarste überhaupt, mein Körper hat auf Schutz ein gestellt. Er hat alles was ich zu mir genommen habe gehortet. So als ob er sich auf einen Hungersnot, auf einen Krieg einstellen müsste.

Am Montag war dann für mich das Grande Finale. Ich konnte das Kapitel in meinem Leben für mich zufriedenstellend abschließen. Und noch mehr. Ich konnte alte Verhaltensweisen in Neue umkehren und mich dabei sicher und glücklich fühlen.

Ich war zwar den ganzen Montag etwas über gedreht aber all die Vorwürfe, der Zweifel an mir selbst, der mich so lange im Leben begleitet hat, waren wie verfolgen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin.

Und nach dieser außergewöhnlichen Zeit, die vor allem meinen Körper und meine Energie so durcheinander gewürfelt hat, habe ich gestern eine grenzgeniale Visionäre Craniosakralarbeit bei Robert Barlowitsch gehabt.

Craniosacrale Therapie ist eine Körpertherapie, die vor allem vom Hände auflegen lebt. Sie ist ganz fein und die Bewegungen minimal. Vor Beginn einer Sitzung wird immer das Thema und der Wunsch geklärt. Eine guter Therapeut, so wie Robert einer ist, weiß dann welche Zentren im Körper er behandeln muss. Um so besser der Therapeut, die Therapeutin um so vielfältiger werden die Griffe und die Abläufe sein. Ich hatte in den letzten 2 Jahren keine einzige Sitzung, die gleich gewesen wäre.

Gestern haben wir uns auf das Thema Balance finden geeinigt. Zu Beginn der Therapie, es war die Arbeit mit den Füßen, war ich so haltlos, hatte keinen Grund, dass es mich innerlich so gedreht hatte, dass ich fast von der Liege gefallen wäre. Natürlich nur in der inneren Wahrnehmung. Dann eine intensive Arbeit mit meinem Kopf und dann wieder zurück zu den Füßen. Und obwohl mir noch schwindelig war, stand ich plötzlich fest am Boden.

Und heute? Der Montag noch weiter vergessen, mein Körper klar und gerade und meine Verwurzelung tief spürbar. Ich fühle mich wie neu geboren aber nicht wie ein Baby sondern eine erwachsene Frau. Yeah!