Das Paradoxon von Geschmack und Gewohnheit

Der Mensch ist ein echtes Gewohnheitstier und ich bin gleich eine Gewohnheitsherde.

Von Kind an sind meine Geschmacksnerven und meine Mentalität zum Essen geprägt worden. So wie ich mich natürlich an schöne Dufte und Geschmäcker erinnere, so gibt es auch den Teil des Essens aus Verzweiflung, Langweile oder Ablenkung.

Nachdem bei uns alle immer unterschiedlich gegessen haben, ist mir das gemeinsame warme Mittagessen oder Abendessen nicht wirklich bekannt. Was ich aber kenne, ist die Jause, kaltes Essen hineinschaufeln. Oft im Stehen oder auf der Heimfahrt. Sehr unkontrolliert und immer mit schlechten Lebensmitteln.

Ich habe mich verliebt und meinen Lieben bekocht, die Kinder kamen und natürlich nur das Beste für sie. Aber bei mir kam es nicht an. Immer nach dem Essen hatte und habe ich Hunger. Und glaubt mir, nicht immer waren die Portionen klein.

Ich glaube mit fehlt dann diese völlig übertriebene Sättigung, die sich so angestopft anfühlt. Und die ist in meinem Körper eingeprägt.

Und dann hatte ich das Glück, dass mir Ayurveda zufiel. Ich finde die Theorie großartig, die Gewürze genial und das Erfreulichste: es schmeckt, es schmeckt richtig gut.

Ich habe Kochkurse gemacht, eine Entschlackungskur und  mein Gewürzregal ist topp ausgestattet. Ich habe für die Familie ayurvedisch gekocht und sie liebten es. Ganz ehrlich, noch nie hat mir Essen so gut geschmeckt.

Und dann? Dann kommen stressige Tage, das Gefühlsgleichgewicht kippt und alles ist beim Alten. Mit dem Unterschied, dass ich das gleiche esse wie zuvor, nur dass es mir nicht mehr schmeckt.

Aber? Ich esse es einfach weiter, egal ob ich genieße oder nicht. Es ist meine Gewohnheit, es ist mir bekannt.

Ist das nicht furchtbar? ich hoffe wirklich es geht nur mir so. Ich wünsche das niemanden.

Und jetzt beginne ich zu lernen. Langsam Schritt für Schritt. Es ist der hausgemachte Ayurvedische Frühstücksbrei in der Früh. Und dann schaue ich was der Tag bringt. Und er bringt mir jeden Tag mehr.

Veröffentlicht von

bernadette p.

Ich bin eine berufstätige Frau, Ehefrau, Mutter von zwei Kindern und seit meinem 12 Lebensjahr übergewichtig. Mein zu großer Körper begleitet mich also schon fast mein ganzes Leben und um ehrlich zu sein, ich weiß nicht und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist dünn zu sein. Es gab in meinem Leben dickere und dünnere Phasen. Ich bin nicht unbedingt ein Diät Junkie, aber einiges probiert habe ich natürlich auch. Meist mit weniger Erfolg. Momentan kümmere ich mich nicht um mein Gewicht, sondern versuche meinen trägen Körper in Bewegung zu bringen. Ich habe die Challenge 40 Tage täglich Sport. Die Fastenzeit wird zur Aktivierung genutzt und in diesem Blog kannst du nachlesen wie es mir dabei geht. Eines kann ich verraten, es ist intensiv. Einen wichtigen Termin gibt es in dieser Zeit, ich werde einen ayurvedischen Kochkurs besuchen. Ich freue mich schon unglaublich darauf. Ich glaub das wird wichtig für mich!

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