Wenn das Bedürfnis nach Süßem über allem steht…

Nach einer Woche zuckerfrei, bin ich eigentlich sehr zufrieden. Ich hab ein wenig abgenommen, der Tag ist aktiver und ich schlafe gut. Alles Dinge, die einem den Tag verschönern. Und das genieße ich auch. Ich finde es großartig nicht so erschlagen zu sein. Diese ständige Fülle ein wenig abzulegen und auch die Abhängigkeit.

Bei mir kommt dieses ständige Essen müssen eindeutig und nur vom Süßem. 1 Stück Schoko heißt für mich eine Tafel und eine Stunde später noch Kekse und so geht das immer weiter. Esse ich allerdings einen Apfel, dann brauch ich nicht gleich einen Kilo um zufrieden zu sein.

Aber was tun, wenn die Lust nach Süßem so dominierend ist?

In der ayurvedischen Tradition sagt man, dass ein Essen immer alle 6 Geschmacksrichtungen beinhalten muss. Dabei handelt es sich um

sauer – Zitrone

süß – Nudeln

salzig – Salz

bitter – Blattsalate

scharf – Pfeffer

herb – Hülsenfrüchte

Hier habe ich dir nur ein Beispiel pro Geschmacksrichtung vorgestellt, natürlich kann man auch mit Gewürzen viel ausgleichen.

Ich kann nur bestätigen, dass eine Mahlzeit, die alle 6 Geschmacksrichtungen enthält, mehr als wohlschmeckend ist und Heißhungerattacken stark reduziert.

Probiere es aus!

Die Fastenzeit hat gerade erst begonnen….

machst du mit und entlastest deinen Körper und deine Seele?

Ich bin keine Katholikin und trotzdem finde ich die Fastenzeit toll. Es ist die Zeit in der es möglich ist einen Spleen zu haben ohne Konsequenzen. Wenn du meinst, das esse ich nicht und das will ich nicht, dann fragt einfach keiner nach. Im September ist das anders, da muss man sich erklären und das macht nicht immer Spaß. Es ist schon gar nicht motivierend. Daher nütze ich die Fastenzeit für mich.

Ich habe mich heuer entschieden Zucker zu fasten. Das ist nämlich mein persönlich größter Dämon. Ich denke ich habe eine Zuckerabhängigkeit und damit ich wieder beginnen kann, meinen Körper zu spüren, muss ich das los werden, dass alles übertrumpft.

Und das ist bei mir der Zuckerkonsum. Ich meine so echten Industriezucker. In Kuchen, Keksen, Schokolade und Gummibären.

Ich weiß es gibt ganz tollen ayurvedischen Zucker, Shakara. Der wirkt auch anders auf den Organismus. Den werde ich nach den 40 Tagen wieder einbauen.

Jetzt entlaste ich mich.

Hast du dir schon mal überlegt ob du dir in diesen 40 Tagen etwas Gutes tun willst.

Ich erzähle dir von meiner Strategie.

Ich halte nichts davon keinen Alkohol zu trinken, wenn es etwas ist das mich nicht berührt. Das selbe ist mit Fleisch essen, damit habe ich auch kein Thema.

Also habe ich mir mein größtes Laster oder mein am meist vernachlässigtes Thema gesucht. Voriges Jahr habe ich 40 Tage jeden Tag Sport gemacht, das ging an die Substanz. Heuer ist es meine größte und längste Schwäche: der Zucker. Ich bin Zuckerenthaltsam.

Denk doch mal nach was ist deine große Schwäche und möchtest du dich dieser Herausforderung stellen?

Das Paradoxon von Geschmack und Gewohnheit

Der Mensch ist ein echtes Gewohnheitstier und ich bin gleich eine Gewohnheitsherde.

Von Kind an sind meine Geschmacksnerven und meine Mentalität zum Essen geprägt worden. So wie ich mich natürlich an schöne Dufte und Geschmäcker erinnere, so gibt es auch den Teil des Essens aus Verzweiflung, Langweile oder Ablenkung.

Nachdem bei uns alle immer unterschiedlich gegessen haben, ist mir das gemeinsame warme Mittagessen oder Abendessen nicht wirklich bekannt. Was ich aber kenne, ist die Jause, kaltes Essen hineinschaufeln. Oft im Stehen oder auf der Heimfahrt. Sehr unkontrolliert und immer mit schlechten Lebensmitteln.

Ich habe mich verliebt und meinen Lieben bekocht, die Kinder kamen und natürlich nur das Beste für sie. Aber bei mir kam es nicht an. Immer nach dem Essen hatte und habe ich Hunger. Und glaubt mir, nicht immer waren die Portionen klein.

Ich glaube mit fehlt dann diese völlig übertriebene Sättigung, die sich so angestopft anfühlt. Und die ist in meinem Körper eingeprägt.

Und dann hatte ich das Glück, dass mir Ayurveda zufiel. Ich finde die Theorie großartig, die Gewürze genial und das Erfreulichste: es schmeckt, es schmeckt richtig gut.

Ich habe Kochkurse gemacht, eine Entschlackungskur und  mein Gewürzregal ist topp ausgestattet. Ich habe für die Familie ayurvedisch gekocht und sie liebten es. Ganz ehrlich, noch nie hat mir Essen so gut geschmeckt.

Und dann? Dann kommen stressige Tage, das Gefühlsgleichgewicht kippt und alles ist beim Alten. Mit dem Unterschied, dass ich das gleiche esse wie zuvor, nur dass es mir nicht mehr schmeckt.

Aber? Ich esse es einfach weiter, egal ob ich genieße oder nicht. Es ist meine Gewohnheit, es ist mir bekannt.

Ist das nicht furchtbar? ich hoffe wirklich es geht nur mir so. Ich wünsche das niemanden.

Und jetzt beginne ich zu lernen. Langsam Schritt für Schritt. Es ist der hausgemachte Ayurvedische Frühstücksbrei in der Früh. Und dann schaue ich was der Tag bringt. Und er bringt mir jeden Tag mehr.

Ich bin ein echtes Früchtchen

So da hab ich mich doch in die Sommerpause verabschiedet und was ist daraus geworden – eine 6 monatige Pause.

Wenn die Pause wenigstens nur beim Schreiben gewesen wäre.

Nein, ich gebe es zu. Die Pause hat mein ganzes Leben betroffen und ganz intensiv meine Ernährung.

Leider, also ich zum Glück weder zugenommen noch etwas abgenommen. Ich bin in meinem lebenslangen Wahnsinn hängen geblieben. Wieder einmal. Schon viel zu oft hängen geblieben.

Aber die essentiellste Frage, die sich mir stellt und die mich die ganze Zeit begleitet hat, ist die:

Warum lässt man alles hinter sich, Lebensmittel die man genießt, Rezepte die man verehrt und eine Ernährungsform, die dem Körper seelisch und gesundheitlich gut tut? Für eine dumping Ernährung, die gerade mal in der Überlegung schneller geht als beim Kochen. Und die einem nicht wirklich schmeckt. Und das alles für unglücklich sein? Und weiter noch man bleibt  im Unglück verhaften. FIX.

Und leider hilft einen da kein Programm, keine App und schon gar keine strikten Vorgaben darüber hinweg.

Mein TCM Arzt meinte zu mir, sie müssen halt einmal Trauer, Unglück und Sorgen aushalten.

Meine Ayurveda Meisterin meinte nichts sondern war einfach da, hat mich begleitet und mich nie verurteilt. Danke Tanja.

Und heute habe ich solche große Angst, dass ich zum gefühlt tausendsten Mal scheitere, dass ich den Bericht einfach nicht veröffentlichen möchte.

Und dann denke ich mir, das Scheitern gehört zum Leben dazu. Leider wird in unserer perfekten Welt, alles nur glorifiziert. In der Werbung und in den Berichten zum Abnehmen sind alle unglaublich erfolgreich und schnell und glücklich.

Und trotzdem laufen soviele unglückliche Dicke herum und täglich gibt es eine neue Diät.

Meine lieben Leser/ innen, ich verspreche gar nichts, außer das ich mich auf den Weg mache.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich wieder begleiten würdet, auf einen Weg voll Freude und Unglück, Stolpersteine und Steine die überwunden wurden.

Ich bin bereit, ich gehe.

Ich verabschiede mich in die Ferien…

Meine lieben Leserinnen und Leser!

Viel ist bis jetzt in diesem Jahr passiert und viel ist in mir passiert. Mein Geist, mein Körper haben auf Hochtouren gearbeitet und wirken immer noch so intensiv weiter.

Deshalb habe ich beschlossen eine geistige Pause zu machen.

Ich habe mein ayurvedisches Kochen zum Abnehmen verinnerlicht. Ich kenne die Regeln und die Freiheiten.

Ich werde einfach so weitermachen und genießen!

Aber ich werde mir jetzt im Sommer einfach keine Gedanken machen.

Daher verabschiedet sich mein BLOG in die wohlverdiente Sommerpause!

Wir hören uns im Herbst wieder…habt einen wunderbaren Sommer und genießt das Leben und die Liebe!

Nachhaltig, saisonal und regional ein wichtiger Aspekt des Ayurveda

Das man im Ayurveda nur indisches Essen isst, das scheint nur auf den ersten Blick so. Ja, die Lehre kommt aus Indien und natürlich sind die Lehren mit indischen Gewürzen und indischen Rezepten verbunden. Und wenn ich es mir leicht machen will, dann geh ich in einen asiatischen Shop kaufe ein und koche stupide darauf los.

Aber wenn ich das mache, dann habe ich auf einen wichtigen Aspekt der ayurvedischen Lehre vergessen. Im Ayurveda heißt es, dass ich mit meiner Umwelt Freund werden und die Nahrung aus dieser beziehen soll. Denn mein Körper und mein Geist sind mit dieser Kultur verbunden.

Und nun kommt ein Ernährungskonzept ins Spiel, dass ich sehr genieße.

NACHHALTIG – SAISONAL – REGIONAL

Ich liebe es bei mir zu Hause einkaufen zu gehen. Ich habe einen Gemüsebauern, einen Direktvermarkter für Fleisch, Milch, Joghurt und Käse direkt ab Hof und so weiter. Und ja, ich verzichte auf die Bequemlichkeit des Supermarktes alles auf einmal zu bekommen.

Ich denke das gelebte Nachhaltigkeit nicht nur in der Produktion sondern auch bei mir als Kundin beginnt. Nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltige Bewirtschaftung hat nur eine Chance, wenn auch die KundInnen bereit sind, etwas dafür zu tun.

Saisonal zu Kochen schärft den Gaumen. Da kann unser Transportwesen noch so gut funktionieren aber eine Kartoffel direkt vom Bauern frisch geerntet schmeckt himmlisch und die ägyptischen Frühkartoffel einfach nur leer. Ich erspare meinem Körper so viel und er ist ja auch saisonal gepolt und so passt die Ernährung mit mir spielerisch zusammen.

Regional bedeutet für mich viel. Erstens sehr kurze Tarnsportwege, regional heißt immer saisonal und fördert die nachhaltige Landwirtschaft und die Betriebe in meiner Umgebung.

Wie bringe ich nun das Ayurveda ins Spiel. Alle Lebensmittel egal ob aus Indien oder der Steiermark können den 6 Geschmacksrichtungen zugeordnet werden. Ich kann genauso ein steirische Krautfleckerl ayurvedisch kochen und regionale und saisonale Zutaten verwenden.

Und wenn ich mit Ayurveda abnehmen will dann nehme ich Lebensmittel mit den Richtungen scharf, bitter und herb. Diese sind Kapha reduzierend. Übergewicht ist immer ein Kapha- Ungleichgewicht.

Aktuell gibt es frische Zwiebeln und Radieschen für den Bereich scharf.

Für bitter wächst und gedeiht der Basilikum, Thymian und der Krauthäupl Salat.

Frische Paprika, Spargel und Stangensellerie bieten sich für herb an.

Also ich habe immer eine Wahl!

 

Essenspausen 5 – 5 – 12

Das wichtigste beim Abnehmen ist ein guter Stoffwechsel. Wenn die Verdauung funktioniert, dann nimmst du ab.

Um die Verdauung anzukurbeln sind Essenspausen notwendig. Es ist davon auszugehen, dass die Nahrung innerhalb von 4 bis 5 Stunden zur Gänze verdaut wird. Das bedeutet, wenn ich mein Frühstück zu mir nehme und erst 4 bis 5 Stunden später mein Mittagessen genieße, dann beginne ich das Mittagsmahl mit einem leeren Bauch. Die Verdauung konnte in Ruhe ihr Arbeit tun und es gibt keine Überlappungen, keine Gehrungen und keine Verwirrungen.

Bin ich aber dazwischen hungrig so ist es möglich frisches Obst zu essen. Hier braucht die Verdauung nur 1 Stunde. Ebenso ist es mit dem Essen vom Salat. Dieser soll am Besten zu Mittag – bestes Verdauungsfeuer Agni am Tag – genossen werden, aber immer erst im nachhinein. Der Salat ist schneller und kann so die Verdauung des normalen Essens nicht stören.

Wenn wir hier von Essenspausen sprechen, so reden wir nicht von intermittierenden Fasten. Wir fasten nicht sondern wir geben der Verdauung Zeit.

Unsere Pausen sind vom Frühstück zum Mittagessen 5 Stunden, vom Mittagessen bis zum Abendessen 5 Stunden und vom Abendessen bis zum Frühstück mindestens 12 Stunden.

Diese 12 Stunden, reinigen, bauen ab und regeln auch unseren Hormonhaushalt.

Am leichtesten geht es, wenn man in einen Rhythmus kommt. Zum Beispiel 08.00 Uhr Frühstück, 13:00 Uhr Mittagessen und 18:00 Abendessen.

Dann ist genug Pause zum Frühstück – also es gibt einigen Spielraum und ermöglicht so auch Unvorhergesehenes.

Finde deinen Rhythmus und los geht’s!